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Birgit Grube-Kersten

Ich bin in Berlin-Zehlendorf geboren und aufgewachsen. Nach dem Gymnasium besuchte ich eine Höhere Wirtschaftsschule und arbeitete dann im Büro als Fremdsprachen-Korrespondentin und Sachbearbeiterin, heiratete, wurde Mutter und gründete das naturinchen - damals das erste Einzelhandels- und Versandgeschäft für Naturtextilien in Berlin, das ich 12 Jahre lang führte, bis ich mit meiner weiter wachsenden Familie nach Süddeutschland zog.

Hier begann ich zunehmend, mich mit Frauenrechten und damit in Zusammenhang auch mit Texten Rudolf Steiners zum spirituellen Verständnis der Geschlechter zu beschäftigen. Ich organisierte und leitete bald Tagungen, Seminare und Gesprächsgruppen zu diesem Themenkreis,  sowohl an der Waldorfschulein der regionalen Anthroposophischen Gesellschaft als auch am Goetheanum; ich hielt selbst Vorträge dazu und veröffentlichte etliche Publikationen.

Außerdem gründete ich, mit Unterstützung einiger gleichgesinnter Freunde und Freundinnen, das Institut für Sozialforschung Maitri e.V. als Initiative für eine anthroposophische Geschlechterforschung im Zusammenhang mit der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft in Dornach/Schweiz und war knapp sieben Jahre als geschäftsführender Vorstand des Vereins aktiv. Zu meiner Tätigkeit gehörte auch, dass ich mich gleichzeitig weiter intensiv mit allgemeiner, d. h. gesellschaftspolitischer und akademischer Frauen- und Geschlechterforschung befasste.

Als meine Kinder herangewachsen waren, entschloss ich mich aber, doch noch ein akademisches Studium zu machen und immatrikulierte mich an der Freien Universität Berlin für den Bachelor in Sozial- und Kulturanthropologie, Germanistik und Religionswissenschaft und anschließend für das Studium zum Master in Religionswissenschaft

Das Studium war noch einmal eine enorme Bereicherung für mich. Ich habe Vorlesungen und Seminare zur mittelalterlichen Literatur, zu Gender- und Religions-Themen in Verbindung mit anderen Zeiten und Kulturen, zu Mysterien, Kulten und antiker Magie, zu babylonischen, altgriechischen und römischen Göttinnen und Göttern, zu alter und neuer Spiritualität und Religiosität sowie noch zu vielen weiteren, aktuellen sozial- und kulturgeschichtlichen oder philosophischen Gebieten belegt und mein Wissen professionell vertiefen und erweitern können.

Meine Bachelorarbeit schrieb ich über "Sri Lanka: Gesichtspunkte zu Relevanz und Interrelation von Gender, Religion und Social Class im Kontext gesellschaftlichen Wandels", in der Masterarbeit habe ich dann zum Nationalsozialismus unter religionsphilosophischen und menschenrechtlichen Aspekten geforscht und dabei auch kurze Zeit im Karmelitinnen-Kloster an der KZ-Gedenkstätte Dachau zugebracht. 

Soweit der grobe Überblick über wichtige Stationen bezüglich der äußeren Seite meines Lebens. Nicht minder intensiv verlief zugleich meine innere Entwicklung, die noch von vielen weiteren Elementen und Erfahrungen, von Begegnungen mit Menschen und besonderen Orten, von Meditationen und eigenem spirituellen Wissen, von meiner Liebe zu Menschen, zur Natur, zur Erde und zur geistigen Welt geprägt ist.

Nun freue ich mich, mit der maitri-Praxis für Lebensgestaltung an meine Arbeit im Institut für Sozialforschung Maitri e.V. auf neuer Basis wieder anzuknüpfen, in Einzelgesprächen und Seminaren einiges weitergeben und sicher auch manch zusätzliche Erkenntnis aus anderen Biografien entgegennehmen zu können!